
Meine erste Software war 1984 ein Reassembler, mit dem ich die 4 Kilobyte Betriebssystem des Heimcomputers Z 9001 in lesbare Form brachte. Den Text stanzte ich in Lochstreifen, den ich nachts im Rechenzentrum der TU Dresden auf gelbes Endlospapier druckte. Die Schaltpläne bekam ich von Robotron Entwicklern geschenkt, noch bevor sie mich in ihr Kollektiv holten.
Ingenieur für Informatik wurde ich erst 1993, nach dem die DDR und Robotron längst abgewickelt waren, und ich den gemeinnützigen Kinder-Freizeit-Verein e.V. gegründet hatte. Hier hatte ich meinen eigenen Arbeitsplatz geschaffen, den ich als Mitglied im Jugendhilfeausschuss auch selbst wieder mit abschaffen durfte.
Nach einer Fortbildung (1 Jahr = 1488 Stunden) zum Netzwerk Administrator wurde ich 1996 mein eigener Chef. Ich arbeite nach Bedarf an Softwareprojekten mit, die zunehmend über das Internet verteilt und betrieben werden. Die Bedienung kann über gewohnte Windows Formulare erfolgen, die über Web Service Daten übertragen. Mein eigener Windows Web Server (Standort Frankfurt) steht für die Entwicklung, aber auch für den Dauerbetrieb zur Verfügung.
Der wichtigste Grund für die Selbständigkeit ist, Zeit für Kinder zu haben. Für die Kinder anderer Leute. Als Veranstalter von Ferienfreizeiten, als Jugendschöffe, als Berater beim Kinder- und Jugendtelefon und in einer Mittelschule (Ganztagsangebote).
Seit mehreren Generationen haben mir Kinder ihre Sorgen anvertraut. Meistens konnten sie darüber nicht mit ihren Eltern reden. Meine 30 Jahre Erfahrung möchte ich nun berufsmäßig einbringen - als Verfahrensbeistand "Anwalt des Kindes" im Familiengericht. Meine Kenntnisse über Kommunikation, Information, Logik und Bindung kann ich dafür gut gebrauchen. Die Familientherapeuten sind es nämlich, die "systemisches Arbeiten" in letzter Zeit auch von der Informatik gelernt haben.
Meine erste Hardware war ein Klingeltrafo und in Reihe geschaltete Glühbirnen. Nach dieser ersten Logikschaltung folgten Relais und in der Schulzeit TTL Schaltkreise. Die Wohnung war vernetzt und in den Garten gab es eine Telefon Verbindung. Für die Disko baute ich digitale Licht Technik. Als Elektrosignalmechaniker Lehrling lernte ich bei der Deutschen Reichsbahn mechanische und elektrische Sicherungsanlagen kennen, also Stellwerke, Weichen und Signale.
Nach der Lehre wurde ich schon beim VEB Verpackungsmaschinenbau erwartet. Es gab 3 Generationen von Steuerungen für numerisch gesteuerte Fräsmaschinen: Relais, TTL Schalkreise und U 880. Aber alle funktionierten mit Lochstreifen. Nach 17 Wochen Lehrgängen bei Numerik in Karl-Marx-Stadt war ich in 3 Schichten allein verantwortlich, dass die Elektronik immer funktionierte. Außerdem hatten wir einen Elektrokarren, der ohne Fahrer durch die Werkhalle kurvte, zu betreuen.
In dieser Zeit, genau zum 35. Geburtstag der DDR, kaufte ich mit Glück und Beziehung, den Heimcomputer Robotron Z 9001. Nun fing ich an Zubehör zu bauen und mit BASIC und 8-bit Assembler zu programmieren. Das erste war eine Relais Ansteuerung für einen Lochstreifen Stanzer. Dann kam ein Drucker K 6311. Die dafür nötigen Informationen holte ich mir aus erster Hand, von den Entwicklern bei Robotron.
Es dauerte nicht lange, bis ich entdeckt wurde. Unter Doktoren der Mathematik und Diplom Ingenieuren war ich als gelernter Eisenbahner ohne Abitur ein angesehener und gleichberechtigter Software Entwickler. Ich realisierte nichts geringeres als die Kopplung des Heimcomputers an Großrechner. Offline über Digitalkassette K 5261. Ich baute die IFSS Leiterplatte, den Hardware Treiber und das BASIC Programm. Bis ich nach 4 Monaten zur Nationalen Volksarmee einberufen wurde.
In den 18 Monaten Ehrendienst entwickelte ich mich allmählich zum Neuererkollektiv. Der Artillerie Oberst wollte auf der Messe eine Lehrklasse mit vernetzten Lehrer und Schüler Computern präsentieren, um die Bedienung einer Rechenmaschine (in einem LKW bestehend aus Röhren und Ferritkernspeichern) zu simulieren. Als Lehrer Rechner und Entwicklungssystem nahm ich meinen privaten Heimcomputer. Die Schülerrechner Hardware entwarf und lötete ich auf Lochrasterplatte selbst zusammen. Außer mir baute ein Leutnant Gehäuse und ein Unteroffizier zeichnete meine Schaltpläne auf Transparentpapier. Netzwerke gab es noch nicht. Ich erfand also auch die synchrone serielle Datenübertragung (SIO SDLC) zwischen mehreren Rechnern neu. Mein Oberst wollte, dass wir dafür ein Patent anmelden. Bis zu meiner Entlassung war alles fertig und der erste Schüler Rechner funktionstüchtig. Zur Militärmesse wurde ich mitsamt meinem Heimcomputer in Zivil Klamotten zu Hause abgeholt und bei Robotron freigestellt.
Als ich zu Robotron zurück kam, war die Entwicklung des Bildungscomputers A 5105 schon weit fortgeschritten. Die Softwarekomponente CCP vom Betriebssystem SCP entwickelte ich ganz allein. Das ist das, was wir heute noch als "DOS Fenster" kennen mit Eingabeaufforderung, Befehlen wie dir und copy und dem starten von Programmen von Diskette. Sonst testete ich sämtliche Beispiele aus den Programmier Handbüchern und schrieb einige Kapitel. Natürlich half ich auch anderen Entwicklern bei der Fehlersuche auf Leiterplatten oder in Interruptserviceroutinen.
Jeden Donnerstag ging ich dann zum Fachschul Fernstudium Informationsverarbeitung. Wir bekamen dort keine Computer zu sehen und lernten Russisch, Staatsbürgerkunde, Mathematik... Je theoretischer die Mathematik, desto schlechter wurde meine Zensur. Wenn ich dort irgend was neues gelernt habe, dann war es Gelassenheit. Immerhin wurde um uns herum gerade der Kapitalismus installiert. Wir bekamen als Dank die ersten Ingenieur Zeugnisse mit Siegel vom Freistaat Sachsen.
Bei Robotron übertrug ich Software: Mit dem Zug fuhr ich nach Berlin zu Amiga, um Tonbandkassetten aufzunehmen. Nach Erfurt trug ich 32 Kilobyte BASIC Interpreter in einem EPROM. Der war zu wertvoll, um mit der Post geschickt zu werden, weil wir nur 3 Stück hatten. Beim Pioniertreffen in Karl-Marx-Stadt präsentierte ich den ersten Bildungscomputer.
Die Serienproduktion des Bildungscomputers begann 1989 planmäßig. Als alle Erweiterten Oberschulen bereits ein Computerkabinett hatten, endete die DDR unplanmäßig. Ich nutzte die Verwirrung und ließ für mein Speichermodul eine Leiterplatte produzieren. Die Speicher Schaltkreise gab es für DM dann zu kaufen. Im Funkamateur veröffentlichte ich das Angebot und fand reichlich Interesse, das bei einigen Freaks bis heute anhält: DDR Heimcomputer
Arbeit und Studium reichten mir nicht. Zu Hause am Heimcomputer lötete ich ein Floppy Disk Modul und ein Speicher Modul, das 16 Speicherbänke umschalten konnte. Und programmierte mit Assembler passende System Software. Für den Bildungscomputer baute ich ein batteriegepuffertes 1 Megabyte RAM Floppy, das die Daten beim Ausschalten behielt. Auf eine Diskette passten max. 800 Kilobyte. RAM-Disk ist auch schneller, wenn man Assembler, Compiler und Linker nacheinander abarbeiten muss.
Es fällt auf, dass ich mich immer wieder mit der Vernetzung von mehreren Computern beschäftigte. Vom Lochstreifen über Digitalkassette bis zur seriellen Datenübertragung mit SIO und V24. Bei der Armee musste ich auf den Schüler Rechner, der nur aus einer Leiterplatte bestand, die Bytes, die er als Maschinencode abarbeiten sollte, irgendwie vom Heimcomputer übertragen. Um einen EPROM zu brennen, bekam ich verlängerten Wochenend-Urlaub und durfte dann montags Robotron besuchen. Der Code änderte sich jedoch häufiger. Ich konnte bei einem seriell gekoppelten Computer Speicheradressen und Portadressen ferngesteuert lesen und schreiben, und sogar Maschinencode Unterprogramme mit Registerübergabe aufrufen.
Ich konnte vom Heimcomputer über serielles Kabel auch den PC 1715 fernsteuern und über BDOS auf seine Disketten zugreifen. Als das Ende der DDR schon abzusehen war, hatte ich die Aufgabe für den Bildungscomputer Netzwerksoftware zu entwickeln, bzw. anzupassen, die zu den internationalen Standards CSMA/CD kompatibel ist. Die Software BICLAN für die Schulkabinette war nicht kompatibel.
Nach dem Ende meiner ABM im eigenen Verein brachte mich das abgeschlossene Ingenieur Studium immerhin in die Kartei "Hoch- und Fachschulkader" beim Arbeitsamt. Ich nahm an einer Maßnahme teil, wo ich an 486er Windows NT 3.51 Computern die Administration von Microsoft Servern und noch viel mehr lernte. Ich wurde MCP (Microsoft Certified Professional) für NT Server, SQL Server, Windows for Workgroups und Netzwerke.
Das Praktikum machte ich bei der Firma Comsoft und hatte die Aufgabe den Microsoft Exchange Server und TCP/IP in dieser Firma einzuführen. Das Modem wählte regelmäßig nach Karlsruhe, um Mails auszutauschen, denn dort gab es schon Internet. Ich war auch mit bei Kunden, um NT Server und Netzwerke zu installieren. Mit dem Exchange Server 4.5 beschäftigte ich mich besonders intensiv.
Im Dezember 1997 nahm ich meinen ersten Microsoft Internet Server (IIS) in Betrieb. Er hatte eine feste IP Adresse, stand in der Wohnung und wurde per ISDN angerufen, worauf ein Rückruf erfolgte, damit die Telefon Kosten (300 DM im Monat) bei mir anfallen. An Nacamar zahlte ich dafür 180 DM im Monat und für die erste Domain kinderreisen.de 350 DM im Jahr.
Meine ersten Kunden waren die sächsischen Kindererholungszentren, für die ich mit Visual Interdev 1.0 bereits eine Datenbank Anwendung (asp und Access) im Internet programmierte und hostete. Sie konnten per Name / Kennwort Termine und aktuelle Nachrichten online eingeben.
Von Anfang an unterstützte ich Kunden, die ihre Homepage mit FrontPage selbst machen wollten. Für FrontPage 2000 ließ ich mich von Microsoft testen und wurde auf der Microsoft Homepage als Web Presence Provider genannt. Über diesen Weg kamen dann mehrere Kunden zu mir.
Ende 1998 brachte ich einen NT 4.0 Server im 2 HE Gehäuse zum Housing (Dresden hinter dem Hbf). Ich hatte ein Subnetz mit mehreren IP Adressen und einen eigenen ISDN Anlagenanschluß an dem Server. Darüber wählte ich mich dann von zu Hause ins Internet ein. Ich konnte auch Rufnummern zum Empfang von Faxen als E-Mail vergeben (aktive Eicon ISDN Karte, Exchange Server, Servonic IFAX).
Im Verein war ich zwar nicht mehr angestellt, aber wenn wir dort unsere legendären "Internet unlimited" Ferienlager veranstalteten, versorgten wir das Computerkabinett über diesen ISDN Zugang mit IP Adressen. So ganz nebenbei lernte nicht nur ich, sondern auch einige der Kinder, wie das Internet an der Wurzel funktioniert.
Weil Nacamar als Sponsor den Fußball unterstützen wollte, aber keine Microsoft Server selbst betrieb, bekam ich auf meinen Server die offizielle Homepage von Union Berlin, und übrigens auch die von Roland Kaiser. Das brachte den Vorteil, dass ich nicht den ganzen Datenverkehr berechnet bekam, denn 1 GB kostete 150 DM. Geschenkt bekam ich trotzdem nichts, im Gegensatz zu den Profi Fußballern. Nacamar war dann mit fusionieren beschäftigt und hat die Preisentwicklung im Internet verschlafen. Ich bekam immer noch astronomische Summen für Miete, Datenverkehr und Domains berechnet.
Ein Housing Angebot im Jahr 2002 für 0 € Grundgebühr, 3,75 € pro GB Traffic und Mindestabnahme 10 GB (gesamt 37,50 € pro Monat) fühlte sich zwar unseriös (Support: 0190) an, aber ich riskierte es trotzdem, meinen eigenen Windows 2000 Server mit der Post nach Düsseldorf zu schicken. Von dem Preis wurde zwar die MwSt. erhöht, aber sonst ist er geblieben und die Hotline habe ich fast nie gebraucht. Wenn doch, wurde schnell und kompetent geholfen.
Kurz danach, am 13. August 2002, war der alte Server in Dresden vom Hochwasser der Weißeritz bedroht, die hinten aus dem Hauptbahnhof raus kam. Der Server war im 2. Untergeschoß in der Tiefgarage. Während alle anderen Tiefgaragen im Stadtzentrum voll Wasser waren, fiel in dieser nicht einmal der Strom aus. Es war irgendwie Intuition, dass ich einen Tag vor dem Hochwasser, die Datenbanken und viele Webseiten auf den anderen Server in Düsseldorf übertragen hatte. Obwohl es keinen Ausfall gab, kündigte ich den Nacamar Server aus Kostengründen.
2007 nutzte ich die Gelegenheit, einen Windows 2003 Web Server an ein Firmen DSL mit fester IP Adresse als Backup anzuschließen. Mit der Firma arbeite ich bei der Entwicklung von Webanwendungen zusammen, und so haben sie den Web Server in der Nähe.
Nach 6 Jahren Dauerbetrieb hatte ich geplant, den Server in Düsseldorf durch Windows 2008 zu ersetzen. Eine Festplatte war ausgefallen, aber sie war gespiegelt. Der Provider verlegte meinen Server nach Frankfurt, wo er dann erwartungsgemäß nicht mehr funktionierte. Die Kunden haben das nicht bemerkt, weil ich alles auf den Backup Server übertragen hatte. Ich tauschte also im Mai 2008 den Server persönlich aus, und habe nun einen Windows 2008 Web Server IIS 7 mit bester Internet Anbindung in Frankfurt am Main.
Ich habe also die Geschichte vom Microsoft IIS und von Frontpage von Anfang an nicht nur mit erlebt, sondern gelebt. Einschließlich FrontPage, asp, aspx und Datenbanken Access und SQL Server / MSDE. E-Mail habe ich bis Exchange 4.5 angeboten und dann eingestellt. Es gibt genügend Anbieter, die das mit dem Spam im Griff haben. Domains kann ich als Reseller registrieren und verwalten.
Andererseits habe ich mich niemals mit Linux / mySql / php beschäftigt.
SALKA ist das Programm zum Sächsischen Altlastenkataster. In einer Datenbank werden Verschmutzungen der Umwelt, von denen eine Gefahr ausgeht, sowie deren Beseitigung, gespeichert, verwaltet und ausgewertet. Ich kam dazu 1996 während meines Praktikums. Es war ein MS-DOS Programm, Windows war nicht nötig. Meine erste Aufgabe war, Textdateien, die unmöglich formatiert waren, von Disketten in die Datenbank einzulesen.
Wie in der Überschrift aufgezählt, entwickelten wir SALKA über viele Betriebssysteme und Datenbanken immer weiter, wobei natürlich auch der Funktionsumfang immer größer wurde. Ich war daran als freier Mitarbeiter in einem Team je nach Bedarf beteiligt.
Bei der Umstellung auf eine zentrale Datenbank für ganz Sachsen über Web Service brachte ich wesentliche Technologie Erfahrungen in ASP.NET Programmierung und IIS Administration ein. Mein Web Server ermöglichte während der Entwicklung auch den realistischen Test über das Internet. Dabei stellte sich heraus, dass Internet Übertragungen verschlüsselt und komprimiert, aber auch Störungen erkannt, behandelt und protokolliert werden müssen. Diese komplexen Anforderungen wurden von mir entworfen und programmiert. Weiterhin löste ich von der dynamischen Erzeugung von Berichten (rdlc Dateien) bis zur automatischen Datenbindung in Windows Forms viele unlösbar scheinende Probleme. Meine Kernkompetenz liegt rund um das DataSet zwischen Client und Server, bis zum Transact SQL und Datenbank Design.
Im Internet Zeitalter fing ich mit dem FrontPage Editor auch an, Active Server Pages zu programmieren. Die Programmiersprache dazu ist VBScript. Mit Recordset wurde von Internet Seiten auf Access Datenbanken zugegriffen. Und nicht zuletzt funktioniert VBScript auch als Client Script im Internet Explorer.
Mit Visual Interdev 1.0 war es 1997 bereits möglich, ohne zu programmieren, per Assistent, datenbankgestützte Webanwendungen, also das Updaten von Datenbank Tabellen über Webseiten zu ermöglichen. Data Form 1997
Meine wichtigste Internet Anwendung, man würde es heute Content Management System nennen, ist seit 1999 online. Die Datenbank für Reisetermine www.kinderreisen.com habe ich mit asp und SQL Server programmiert. Die Seiten zur Daten Erfassung nach Login sind heute noch in dem Zustand. Die Startseite (Suchformular) habe ich später mit ASP.NET und DataCache optimiert.
Das Design ist so schlecht, dass es schon wieder gut ist, nämlich für Suchmaschinen. Reiseveranstalter finden meine Datenbank oft eher als ihre eigene Homepage. Vorausgesetzt, sie haben aktuelle Reisetermine eingetragen. Dieser Datenbank droht auch keine Konkurrenz aus dem Westen, weil kein "Wessi" sein Kind mit fremden Leuten in ein Ferienlager schicken würde.
Für mich hat diese Datenbank den Sinn, außer der Demonstration meiner Web Development Fähigkeiten, dass mein eigenes Ferienlager bekannter wird. Schließlich melden sich darüber Kinder aus ganz Deutschland und Europa an - und mein nächster Sommer ist gesichert.
Ich verwalte die Reise komplett über asp Webseiten. Die Teilnahmebestätigung, Reisedaten, Zahlungen, Zuschüsse, Eltenbriefe bis zu Teilnehmerlisten wird nur noch als fertige HTML Seite aus dem Internet gedruckt, gefaltet und in den Briefumschlag gesteckt. Seit 1999 brauche ich keine andere Software zur Verwaltung "meines" Ferienlagers.
Die erste Homepage hatten Ferienlager Kinder schon 1996 bei t-online. Ins Internet kam mein Laptop mit Modem über 01910 BTX-Gateway und der 16 bit Internet Explorer 2 kam von der t-online Diskette.
www.kinderreisen.de war 1997 die erste Domain und seit dem wird hier jedes Ferienlager, das ich veranstaltet habe, dokumentiert. Immer wurde FrontPage verwendet und die Navigation ist bei wachsendem Content unverzichtbar.
Am Anfang gab es nur die analoge Videokamera und ich musste mit der Videokarte Einzelbilder vom Film gewinnen. Video Streaming war auf dem Windows 2000 Server bereits möglich. Die umfangreichste Dokumentation gibt es vom Jahr 2000, wo wir am Bundeswettbewerb TopTeamNaTour teilnahmen und, auch aufgrund der Internet Präsentation, den 2. Preis gewannen.
Wir waren auch 2002 das erste Ferienlager, aus dem täglich mit Text und Fotos im Internet berichtet wurde. Die Eltern waren begeistert und wussten bei der Abholung mehr vom Ferienlager als das Kind.
Die Technik war spektakulär: An den 386er Laptop, mit dem wir 1996 BTX gemacht hatten, steckte ich über COM1 das Datenkabel vom Handy. Die Verbindung stellten wir über E-Plus HSCSD her. Dazu wurden mehrere Sprachkanäle gebündelt, für 11 cent pro Minute, Sekundentakt. So konnte ich vom Handy die ISDN Karte auf meinem Server im Internet anrufen und über einen frei gegebenen Ordner die Dateien hoch laden. Etwas anderes konnte der Laptop nicht, aber es hat funktioniert.
Ebenfalls nutzten wir den Mail Client vom Internet Explorer 3.02a. Über die Homepage konnten Eltern per Formular an ihr Kind schreiben und Kinder konnten das beantworten. Weil das Mail Programm nur ohne SMTP Authentifizierung senden konnte, musste ich auf dem Webserver ein geeignetes Relay einrichten.
Die täglichen Berichte und Fotos konnten wir natürlich auch nicht per FrontPage publizieren. Ich hatte eine Seite vorbereitet, die XML an eine HTML Tabelle bindet, und wir erneuerten nur täglich die XML Datei, die Jana mit Notepad schrieb und dabei die XML Tags nicht kaputt machen durfte.
wird fortgesetzt
Lutz Elßner ° Breite Str. 15 b ° 01705 Freital ° elssner@interdev.de ° Jan 10